Fitnesstraining und Fußball?

Jede Sportart beansprucht typische Muskelgruppen, die speziell gefordert und somit austrainiert werden. Beispielsweise hat ein Fußballer tendenziell eine starke Beinmuskulatur, Handballer dagegen eine ausgeprägte Rumpfmuskulatur.

Wirft man einen Blick in den Profibereich, gehört dort Krafttraining jedoch zum Alltag der Athleten. Wir haben im Folgenden 10 Gründe zusammengestellt, warum das so ist und welche Vorteile auch ein Amateurspieler von gezieltem Fitnesstraining haben kann.

  1. Durch Kräftigungsübungen wird der Oberkörper gestärkt. Dies hilft dem Fußballer vor allem in Zweikämpfen. Ein starker Rumpf verleiht Stabilität und „Körperkraft“, um in Duellen mit Gegenspielern zu bestehen.
  2. Im Fußball gerät man immer wieder in brenzlige Situationen, in denen es zu Verletzungen kommen kann. Durch die zusätzliche Kraft und Muskelmasse kann der Körper solchen äußeren Einwirkungen besser widerstehen, sodass das Verletzungsrisiko verringert werden kann, denn indem eine ausgeprägte Muskulatur die Gelenke 'stützt', schützt sie vor Bänder- und Gelenkverletzungen.
  3. Durch gezieltes Fitnesstraining baut der Körper Kraft auf. Dadurch steigert man auch seine Maximalkraft, die bei vielen Situationen während eines Spiels unbedingt nötig ist, z.B. bei langen Einwürfen, Abstößen oder Befreiungsschlägen, aber auch bei Freistößen und Abschlüssen.
  4. Fitnesstraining verbessert aber nicht nur die Maximalkraft, sondern durch gezielte Trainingsreize auch die Schnelligkeit. Diese hilft im Sprint, bei Richtungswechseln und anderen schnellen Bewegungen, die zu Hauf im Fußball vorkommen.
  5. Durch bestimmte Trainingssysteme können auch koordinative Fähigkeiten geschult werden. Das bedeutet, dass das Zusammenspiel von Gehirn, Nervensystem und Skelettmuskulatur verbessert wird. Die Reaktions- und Weiterleitungszeit auf Reize nimmt ab, sodass man sich Vorteile dem Gegenspieler gegenüber erarbeiten kann.
  6. Durch ein abgestimmtes Fitnesstraining erlernt der Athlet auch ein besseres Körpergefühl und Körperbewusstsein. Er bekommt seine Grenzen neu gezeigt und weiß, wann die Grenzen erreicht sind, die im Fußball immer auftauchen. Ein verbessertes Körpergefühl kann zu einem gewissen Grad auch zur Verletzungsprophylaxe beitragen.
  7. Fitnesstraining ist nicht nur Krafttraining, auch die Mobilität und Flexibilität kann geschult werden. Viele Bundesliga-Profis wie Robert Lewandowski betreiben daher regelmäßig Joga, um ihren Körper noch leistungsfähiger und resistenter zu machen.
  8. Durch die Veränderung aufgrund neuer Anforderungen, stellt sich der Körper auch schneller auf neue Belastungen ein. Aber nicht nur die Regeneration nach Belastungen wird gefördert, sondern auch die Regeneration nach Verletzung wird verbessert. Besonders nach Verletzungen ist Krafttraining sinnvoll, um die alten Kraft- und Fitnesswerte wiederherzustellen.
  9. Die Vielfältigkeit des Fußballers, der auch Fitnesstraining betreibt, macht ihn zu einem kompletteren Athleten. Er hat in anderen Sportarten oftmals durch seine Kraft- und Ausdauervorteil die Überhand gegenüber seinen Fußballerkameraden.
  10. Die genannten Aspekte waren überwiegend physischer Natur, aber natürlich bewirkt das Fitnesstraining auch im psychischen Kontext eine Steigerung. Man fühlt sich besser und hat mehr Vertrauen in seinen Körper. Dadurch steigt das Selbstvertrauen, man traut sich und seinem Körper mehr zu und kann befreiter aufspielen.

 

Übrigens: Durch gezieltes Ganzkörpertraining sieht man auch einfach besser, athletischer und muskulöser aus. Man schaue sich nur Cristiano Ronaldo an!

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